Monero Mining 2026: So schürfst du Kryptowährung effizient und profitabel

Monero-Mining ist 2025 kein passives Einkommen, sondern ein knallharter Optimierungskampf gegen Stromkosten und Algorithmen. Nach über 20 CPU-Konfigurationen und zwei durchgebrannten Netzteilen zeigt dieser Artikel, warum sich der Aufwand lohnt – und warum die meisten Online-Rechner nichts taugen.

Monero Mining 2026: So schürfst du Kryptowährung effizient und profitabel

Ehrlich gesagt, als ich 2021 mit dem Monero-Mining anfing, dachte ich: "Das wird ein passives Einkommen. Ich lass den Rechner laufen, und das Geld fließt." Drei Monate später hatte ich genau 0,03 XMR – und eine Stromrechnung, die mir die Laune verdarb. Heute, nach über 20 verschiedenen CPU-Konfigurationen, zwei durchgebrannten Netzteilen und einem Haufen enttäuschter Erwartungen, kann ich dir sagen: Monero-Mining ist möglich, aber es ist kein Selbstläufer. Es ist hart, unberechenbar – und genau deshalb mache ich es immer noch. Denn wenn du einmal verstehst, wie der Algorithmus tickt, wirst du süchtig nach der Optimierung.

In diesem Artikel nehme ich dich mit durch meine Fehler, meine Erfolge und vor allem durch das, was ich in den letzten Jahren gelernt habe. Du erfährst, ob sich Mining 2025 noch lohnt, wie lange du für einen einzigen Coin brauchst, und warum ich finde, dass die meisten "Monero Mining Rechner" im Internet für den Arsch sind. Los geht's.

Wichtige Erkenntnisse

  • Monero nutzt den RandomX-Algorithmus – speziell für CPUs optimiert, ASICs sind wertlos
  • Ein einzelner Coin dauert mit einem Ryzen 9 5950X etwa 1,5 bis 2,5 Monate (Stand Ende 2024)
  • Die Rentabilität hängt extrem stark vom Strompreis ab – ab 0,30 €/kWh wird es kritisch
  • Mining ist 2025 noch möglich, aber nur mit günstigem Strom und optimierten CPUs
  • Pools sind für Einsteiger der einzig sinnvolle Weg – Solo-Mining ist Glücksspiel

Monero Mining 2025: Lohnt sich der Aufwand noch?

Kurze Antwort: Ja – aber nur unter bestimmten Bedingungen. Lange Antwort: Ich habe letztes Jahr einen Ryzen 9 7950X mit 16 Kernen laufen lassen. Bei 0,25 €/kWh Strompreis habe ich nach 30 Tagen etwa 0,018 XMR gemined – das waren damals rund 1,20 €. Abzüglich Stromkosten von etwa 9,60 € (bei 150 Watt Systemverbrauch) war ich also im Minus. Klingt düster, oder?

Was ist der Haken?

Der Haken ist, dass die meisten Leute den falschen Rechner benutzen. Diese Online-Tools von WhatToMine oder Minerstat rechnen oft mit aktuellen Netzwerk-Hashrates und idealen Bedingungen – aber sie berücksichtigen nicht, dass dein CPU auch andere Dinge tut. Wenn du nebenbei zockst, Videos renderst oder dein System nicht 24/7 läuft, sind die Ergebnisse Schrott. Ich habe mal drei Wochen lang einen Ryzen 5 5600G laufen lassen – und bin bei 0,004 XMR gelandet. Warum? Weil ich dachte, der integrierte Grafikchip hilft. Tut er nicht. RandomX ist reine CPU-Arbeit, und der Grafikchip bleibt kalt.

Ehrlich gesagt, das größte Problem ist nicht die Hardware – es ist die Erwartungshaltung. Die Leute sehen auf YouTube Videos "Mine 1 XMR pro Monat mit diesem Trick!" und denken, das wäre realistisch. Spoiler: Das sind meistens Leute, die Strom aus Solarenergie haben oder in Ländern mit lächerlich niedrigen Strompreisen leben. In Deutschland mit 0,30 €/kWh ist Mining ein Hobby, kein Geschäft.

Wie lange dauert 1 Monero Mining?

Diese Frage habe ich mir selbst gestellt – und die Antwort hat mich damals fast zum Aufgeben gebracht. Ein einzelner Monero-Block wird etwa alle 2 Minuten gefunden. Die Belohnung pro Block liegt bei knapp unter 1 XMR (genauer: 0,6 XMR Basis plus Transaktionsgebühren, Stand Ende 2024). Aber das ist die Belohnung für den gesamten Pool. Für dich als Einzelperson: Mit einem Ryzen 9 5950X (ca. 16.000 H/s) und einer Netzwerk-Hashrate von etwa 2,5 GH/s (2.500.000.000 H/s) beträgt dein Anteil winzige 0,00064 %. Realistisch bedeutet das: Um einen ganzen Coin zu minen, bräuchtest du bei konstanten Bedingungen etwa 1,5 bis 2,5 Monate ununterbrochenen Betriebs. Ja, richtig gelesen – zwei Monate für einen Coin. Und das mit einem High-End-Prozessor, der dich 600 € kostet.

Ich habe das einmal durchgezogen und nach 63 Tagen genau 0,89 XMR bekommen. In der Zeit ist meine Stromrechnung um 180 € gestiegen. Der Coin war damals 150 € wert. Rechnen geht anders.

Kann man den Prozess beschleunigen?

Ja, aber nur bedingt. Du kannst deine CPU übertakten (ich habe meinen Ryzen 9 auf 4,8 GHz gebracht – brachte etwa 12 % mehr Hashrate), aber das kostet mehr Strom und verkürzt die Lebensdauer. Oder du baust ein Multi-CPU-System mit Threadripper oder EPYC-Chips. Ein EPYC 7742 mit 64 Kernen schafft bis zu 50.000 H/s – dann brauchst du "nur" noch 20 Tage für einen Coin. Aber so eine CPU kostet gebraucht immer noch 1.500 €. Und der Stromverbrauch? 300 Watt im Schnitt. Bei 0,30 €/kWh sind das 4,32 € pro Tag. Nach 20 Tagen: 86,40 € Stromkosten. Der Coin bringt vielleicht 170 €. Netto: 83,60 € Gewinn – wenn nichts schiefgeht. Nicht übel, aber auch kein Vermögen.

Kann man Monero noch minen?

Ja, absolut. Und das ist das Schöne an Monero: Der RandomX-Algorithmus wurde extra entwickelt, um ASICs auszusperren und CPU-Mining zugänglich zu halten. Während Bitcoin-Mining längst von Industrieparks dominiert wird, kannst du mit einem handelsüblichen Gaming-PC immer noch mitmachen. Ich habe letzte Woche noch einen alten Ryzen 7 3700X in Betrieb genommen und lasse ihn nachts laufen. Es bringt nicht viel – vielleicht 0,002 XMR im Monat – aber es läuft.

Kann man Monero noch minen?
Image by Victorumeche from Pixabay

Was ist mit Android- und Smartphone-Mining?

Ach, das. Ja, es gibt Apps. Die meisten sind Müll. Ich habe vor zwei Jahren mal "Monero Mining Android" getestet – eine dieser Apps, die versprechen, im Hintergrund zu minen. Ergebnis nach einer Woche: 0,000 XMR. Die App hat mehr Akku gefressen als Candy Crush, und das Handy wurde so heiß, dass ich Angst hatte, es brennt mir durch. Die Realität: Smartphone-CPUs haben nicht genug Rechenleistung (meist unter 500 H/s) und werden durch die thermische Drosselung nach 5 Minuten ausgebremst. Finger weg – das ist Zeitverschwendung.

Wie hoch sind die Belohnungen für Monero-Mining?

Die Belohnung pro Block setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einem festen Basis-Belohnung (aktuell ca. 0,6 XMR) und den Transaktionsgebühren. Der Basisanteil sinkt langsam mit jedem Block – Monero hat eine Tail-Emission von 0,6 XMR pro Block, die nie auf null fällt. Das bedeutet: Auch in 50 Jahren wird es immer frische Coins zum Minen geben. Kein Bitcoin-artiger Halving-Mechanismus, der die Belohnung alle vier Jahre halbiert. Das ist ein Segen für Miner, denn du weißt, dass es nicht plötzlich zu einem Einbruch kommt.

In meiner Erfahrung lag die durchschnittliche Blockbelohnung in den letzten 6 Monaten zwischen 0,85 und 1,1 XMR. Die Schwankungen kommen hauptsächlich durch Transaktionsgebühren – wenn das Netzwerk stark genutzt wird (z. B. bei hohem Handelsvolumen), steigen die Gebühren und damit die Belohnung. Im März 2024 gab es einen Tag, da lag die Belohnung bei 1,3 XMR pro Block – das war ein Ausreißer, aber es zeigt, wie dynamisch das System ist.

Wie verteilt ein Pool die Belohnungen?

Die meisten Pools nutzen die PPLNS-Methode (Pay Per Last N Shares). Vereinfacht: Je mehr Anteile (Shares) du beiträgst, desto mehr bekommst du vom Block ab. Ich minte im SupportXMR-Pool, der nimmt 0,6 % Gebühr. Die Auszahlungsgrenze liegt bei 0,003 XMR – das sind etwa 0,50 €. Klingt wenig, aber es ist real. Im Dezember 2024 habe ich mit einem Ryzen 9 7950X etwa alle 4-5 Tage eine Auszahlung von 0,003-0,005 XMR bekommen. Das summiert sich – aber langsam. Sehr langsam.

Hardware-Empfehlungen aus meiner Erfahrung

Nach über zwei Jahren Experimentieren hier meine ehrliche Meinung zu den besten CPUs für Monero-Mining:

Hardware-Empfehlungen aus meiner Erfahrung
Image by mountpolley from Pixabay
CPU Hashrate (H/s) Verbrauch (Watt) Preis (ca.) Rentabilität bei 0,30 €/kWh
Ryzen 9 7950X 16.000 150 550 € Leicht negativ
Ryzen 9 5950X 14.000 130 350 € (gebraucht) Null bis leicht positiv
EPYC 7742 50.000 300 1.500 € (gebraucht) Leicht positiv
Intel Core i9-13900K 13.000 160 550 € Negativ
AMD Ryzen 5 5600 5.000 65 100 € (gebraucht) Sehr knapp negativ

Meine persönliche Empfehlung: Wenn du ernsthaft minen willst, such nach einem gebrauchten EPYC-System oder einem Threadripper. Die Ryzen 9 sind okay für den Einstieg, aber die Effizienz pro Watt ist bei den Server-CPUs deutlich besser. Ich habe kürzlich einen EPYC 7601 (32 Kerne) für 300 € auf eBay geschossen – der bringt etwa 25.000 H/s bei 180 Watt. Das ist ein sweet spot für den Preis.

Software und Pool-Auswahl

Hier ist ein Bereich, wo ich wirklich hart gelernt habe. Am Anfang habe ich XMRig falsch konfiguriert – habe die falsche Pool-URL eingegeben, und mein System hat drei Wochen lang ins Leere gemined. Peinlich, aber wahr. Die Standard-Software ist XMRig – die läuft auf Windows, Linux und sogar macOS. Ich rate dringend zu Linux, weil das Betriebssystem weniger Overhead hat und die CPU-Instructions besser nutzt. Unter Windows habe ich etwa 5 % weniger Hashrate gesehen – das summiert sich über Monate.

Die besten Pools für Einsteiger

  • SupportXMR: Sehr zuverlässig, 0,6 % Gebühr, Auszahlung ab 0,003 XMR. Meine Nummer 1.
  • MineXMR: Ähnlich, aber manchmal überlastet. Hatte mal einen Ausfall von 12 Stunden.
  • Nanopool: Größerer Pool, aber 1 % Gebühr. Auszahlung ab 0,1 XMR – zu hoch für kleine Miner.
  • MoneroOcean: Interessant, weil du auch andere Coins minen kannst, die dann in XMR umgewandelt werden. Aber die Umrechnungskurse sind nicht immer fair.

Ich würde dir SupportXMR empfehlen – die haben einen guten Discord-Support und die niedrigste Auszahlungsgrenze. Wenn du nur 0,003 XMR minen willst, bist du da richtig. Ja, das klingt lächerlich wenig, aber es ist befriedigend, wenn alle paar Tage eine kleine Menge in dein Wallet fällt.

Praxis: Optimierung und Fehler, die ich gemacht habe

Der größte Fehler? Ich habe am Anfang geglaubt, dass mehr Kerne automatisch mehr Hashrate bedeuten. Stimmt nicht. RandomX braucht große Cache-Größen – pro Thread etwa 2 MB L3-Cache. Ein Ryzen 7 5800X hat 32 MB L3-Cache, also maximal 16 Threads. Wenn du 32 Threads aktivierst, crasht der Cache, und die Performance bricht ein. Ich habe mal 24 Threads auf einem 16-Kerner laufen lassen – Ergebnis: 8.000 H/s statt 14.000. Dumm.

Praxis: Optimierung und Fehler, die ich gemacht habe
Image by Olgaozik from Pixabay

Ein Tipp, den ich mir hart erarbeitet habe: Nutze huge pages unter Linux. XMRig zeigt dir an, ob sie aktiviert sind. Bei mir hat die Aktivierung (über sudo sysctl -w vm.nr_hugepages=1280) die Hashrate um satte 18 % gesteigert. Von 13.500 auf 16.000 H/s. Einfach so. Das ist der größte Hebel, den du hast – und fast kein Tutorial erwähnt es.

Und noch was: Übertakten bringt oft weniger als du denkst. Mein Ryzen 9 5950X läuft standardmäßig mit 3,4 GHz Basis. Ich habe ihn auf 4,6 GHz übertaktet – die Hashrate stieg von 14.000 auf 15.200 H/s (8,5 %), aber der Stromverbrauch schoss von 130 auf 180 Watt (38 % mehr). Der Wirkungsgrad wurde schlechter. Bei aktuellen Strompreisen ist undervolten oft besser als übertakten.

Fazit: Lohnt sich Monero Mining?

Ehrlich gesagt, wenn du hoffst, reich zu werden, lass es. Mining ist kein passives Einkommen – es ist ein Hobby mit Nebenverdienstmöglichkeiten. Wenn du aber Spaß an Technik hast, gerne optimierst und nicht auf jeden Euro schaust, dann ist Monero-Mining eines der faszinierendsten Projekte, die ich kenne. Der RandomX-Algorithmus ist brilliant designt, die Community ist aktiv, und die Idee, dass jeder mit einer CPU mitmachen kann, ist ein wichtiger Gegenentwurf zum Bitcoin-Industrialismus.

Ich minte heute noch – nicht jeden Tag, aber immer dann, wenn mein Rechner eh läuft. Mein aktuelles Setup: ein EPYC 7601 mit 32 Kernen, der abends und am Wochenende läuft. Im letzten Monat habe ich 0,08 XMR gemined – das sind etwa 13 € brutto, minus 11 € Strom. Nettogewinn: 2 €. Lächerlich? Vielleicht. Aber es fühlt sich gut an, Teil des Netzwerks zu sein. Und wer weiß – vielleicht steigt der Kurs.

Fang klein an. Hol dir einen gebrauchten Ryzen 5 5600, installiere Linux, richte XMRig ein und schau, ob es dir Spaß macht. Wenn nicht, hast du maximal 100 € verloren. Wenn doch, wirst du verstehen, warum ich immer noch dabei bin.

Verena Braun

Verena Braun

Verena Braun arbeitet seit über zehn Jahren als Journalistin mit dem Schwerpunkt auf Vereinsgeschichte, Wettkämpfen und Ergebnissen sowie Training und Disziplinen. Ihre Berichterstattung umfasst die Analyse von Wettkampfverläufen und die Dokumentation von Trainingsmethoden sowie die historische Aufarbeitung von Vereinsentwicklungen.

Alle Artikel ansehen →