Eddie Redmayne hat einen Oscar gewonnen, aber wisst ihr, welcher seiner Filme mich damals echt umgehauen hat? Es war nicht „Die Entdeckung der Unendlichkeit" – obwohl der grandios ist. Es war ein kleiner, fast schon vergessener Film aus dem Jahr 2011, in dem er einen jungen, verklemmten Fotografen spielt. Und genau das ist das Faszinierende an diesem Schauspieler: Er sucht sich Rollen aus, die ihn fordern, die ihm wehtun. Nicht die einfachen, die glatten. Ich verfolge seine Karriere jetzt seit über zehn Jahren, und ich muss sagen: Es gibt kaum einen anderen Schauspieler seiner Generation, der so konsequent das Risiko sucht. 2026, nach über zwanzig Jahren im Geschäft, ist Eddie Redmayne längst mehr als nur der „Newt Scamander"-Typ aus „Phantastische Tierwesen". Er ist ein wandelndes Paradoxon: ein Oscar-Preisträger, der immer noch so wirkt, als würde er sich auf dem roten Teppich ein bisschen unwohl fühlen. Und genau das macht seine Filme so sehenswert. In diesem Artikel nehme ich euch mit durch seine Filmografie – von den frühen, fast unsichtbaren Rollen bis zu den Meisterwerken, die man gesehen haben muss. Ich zeige euch, warum „Die Entdeckung der Unendlichkeit" nicht sein bester Film ist (Spoiler: Es ist „The Good Nurse"), und welche Perlen ihr 2026 unbedingt nachholen solltet.
Wichtige Erkenntnisse
- Eddie Redmaynes Karriere ist geprägt von einer außergewöhnlichen Risikobereitschaft – er wählt oft unkonventionelle, körperlich und emotional fordernde Rollen.
- Sein Oscar-Gewinn für „Die Entdeckung der Unendlichkeit" im Jahr 2015 war kein Zufall, sondern der Höhepunkt einer jahrelangen, akribischen Vorbereitung.
- Neben den großen Blockbustern wie „Phantastische Tierwesen" gibt es mindestens drei Filme, die 2026 noch viel zu wenig Beachtung finden.
- Redmayne hat eine besondere Fähigkeit, moralische Ambiguität darzustellen – seine Figuren sind selten eindeutig gut oder böse.
- Die Streaming-Landschaft 2026 macht es einfacher denn je, seine gesamte Filmografie zu entdecken – wenn man weiß, wo man suchen muss.
Der Oscar-Moment und seine Schattenseiten
2015. Die Oscar-Verleihung. Eddie Redmayne gewinnt den Preis als bester Hauptdarsteller für seine Darstellung von Stephen Hawking in „Die Entdeckung der Unendlichkeit". Ich saß damals zu Hause und dachte: „Ja, klar, wer denn sonst?" Die Verwandlung war so komplett, so körperlich, dass man vergaß, dass da ein Schauspieler arbeitete. Aber wisst ihr, was mich heute, über zehn Jahre später, noch mehr beeindruckt? Nicht der Oscar selbst, sondern was danach kam.
Die Falle des Oscar-Gewinners
Die Statistik ist brutal: Über 60 Prozent der Oscar-Preisträger in der Kategorie Bester Hauptdarsteller drehen in den fünf Jahren nach ihrem Gewinn keinen Film mehr, der an den vorherigen Erfolg anknüpft. Viele verschwinden in der Versenkung oder machen sichere, langweilige Projekte. Redmayne nicht. Er drehte direkt nach dem Oscar „The Danish Girl" – ein Film, der ihm eine weitere Nominierung einbrachte, aber auch heftige Kontroversen auslöste. Die Rolle einer trans Frau, gespielt von einem cis Mann – 2026 würde das wohl niemand mehr so drehen. Aber Redmayne hat später selbst gesagt, dass er die Entscheidung bereut hat. Und genau das macht ihn sympathisch: Er lernt aus seinen Fehlern. Ehrlich gesagt, ich finde, dieser Mut zum Scheitern ist beeindruckender als jeder Oscar.
Stephen Hawking oder der Preis der Perfektion
Redmayne verbrachte vier Monate damit, die Bewegungen von ALS-Patienten zu studieren. Er ließ sich von einem Choreografen coachen, um die Muskellähmung darzustellen. Das Ergebnis? Eine der präzisesten physischen Darstellungen, die ich je im Kino gesehen habe. Aber der Film selbst? Der ist fast zu perfekt. Zu glatt. Zu sehr auf den Triumph des Geistes getrimmt. Ich persönlich finde, dass Redmayne in späteren, raueren Filmen wie „The Good Nurse" oder „The Trial of the Chicago 7" mehr von sich selbst zeigt. Dort ist er nicht perfekt – und das ist viel spannender.
Die vergessenen Perlen vor Newt Scamander
Bevor Redmayne zum globalen Star wurde, war er ein fleißiger Charakterdarsteller. Ich habe mir vor kurzem seine frühen Filme noch mal angesehen – und war überrascht, wie viele davon 2026 auf Streaming-Plattformen wieder aufgetaucht sind. Drei Filme stechen für mich heraus, die absolute Pflichtprogramm sind.
Like Someone in Love (2012)
Ein Film von Abbas Kiarostami. Ja, der iranische Meisterregisseur. Redmayne spielt einen jungen Mann, der in Tokio eine Prostituierte besucht. Klingt düster? Ist es auch. Aber es ist ein Meisterwerk der leisen Töne. Redmayne spricht kaum, trägt die ganze Last der Einsamkeit im Blick. Der Film ist 2026 auf MUBI verfügbar – und ich kann ihn nur empfehlen, wenn ihr Redmayne mal ohne Make-up, ohne Dialekt, einfach nur als unsicheren Menschen sehen wollt.
My Week with Marilyn (2011)
Hier spielt er einen jungen Assistenten am Filmset von Marilyn Monroe. Eine kleine Rolle, aber er stiehlt Michelle Williams in einigen Szenen fast die Show. Was mir auffiel: Redmayne hat diese besondere Gabe, in Ensembles nicht unterzugehen, sondern präsent zu sein, ohne aufdringlich zu wirken. Das ist ein Talent, das man nicht lernen kann.
Les Misérables (2012)
Oh, dieser Film. Ich habe ihn im Kino gesehen und war hin und weg. Redmayne singt live – und zwar nicht nur ein bisschen. Er singt „Empty Chairs at Empty Tables" mit einer solchen Verletzlichkeit, dass ich jedes Mal Gänsehaut bekomme. Der Film hat seine Schwächen (zu viel Nahaufnahme, zu viel Tränendrüsen-Drücken), aber Redmaynes Performance ist makellos. Fun Fact: Er hat für diese Rolle 15 Kilo abgenommen. Das ist nicht gesund, aber es zeigt seinen Einsatz.
| Film | Jahr | Rolle | Warum sehenswert (2026) |
|---|---|---|---|
| Like Someone in Love | 2012 | Junger Mann | Leise, intime Performance – Redmayne ohne Schutzschild |
| My Week with Marilyn | 2011 | Assistent | Frühe Ensemble-Arbeit, zeigt seine Vielseitigkeit |
| Les Misérables | 2012 | Marius | Gesang und Emotion – eine seiner physisch forderndsten Rollen |
| The Good Nurse | 2022 | Charles Cullen | Beweist, dass er auch den tiefsten Abgrund spielen kann |
Phantastische Tierwesen: Blockbuster mit Tiefgang
Kommen wir zum Elefanten im Raum – oder besser gesagt zum Niffler. Die „Phantastische Tierwesen"-Reihe hat Redmayne zum globalen Superstar gemacht, aber sie hat ihm auch geschadet. Ich habe die Filme alle gesehen, und ich muss sagen: Sie sind ungleichmäßig. Der erste Teil ist charmant, der zweite ein einziges Chaos, der dritte eine Versöhnung. Aber Redmayne als Newt Scamander? Der ist perfekt.
Warum Newt Scamander mehr ist als nur ein Harry-Potter-Spin-off
Newt ist ein Außenseiter. Ein Mann, der sich mit Tieren besser versteht als mit Menschen. Redmayne hat diese Rolle mit einer leisen, fast schüchternen Energie gefüllt, die man in Blockbustern selten sieht. Er ist kein Actionheld, kein smarter Charmeur. Er stottert, er schaut weg, er ist verlegen. Und genau das macht ihn so liebenswert. 2026, nachdem die Reihe mit „Phantastische Tierwesen 4" abgeschlossen wurde (ja, der ist endlich raus), kann man sagen: Redmayne hat die Figur über die Jahre getragen. Ohne ihn wäre das Franchise gescheitert.
Die Kontroverse um Johnny Depp und die Folgen
Ich will nicht zu sehr abschweifen, aber die Debatte um Johnny Depps Ausstieg hat auch Redmayne betroffen. Er wurde plötzlich zum Gesicht einer Serie, die in eine öffentliche Kontroverse verwickelt war. Redmayne hat sich klug verhalten: Er hat sich nicht in den Streit eingemischt, sondern einfach weitergearbeitet. Das war die richtige Entscheidung. Aber es zeigt auch, wie zerbrechlich der Ruhm in Hollywood ist – ein Skandal, und der nächste Schauspieler übernimmt.
Die Meisterwerke der letzten Jahre
Seit 2020 hat Redmayne eine beeindruckende Serie von Filmen abgeliefert, die zeigen, dass er sich nicht auf dem Blockbuster-Erfolg ausruht. Drei Filme möchte ich hier besonders hervorheben.
The Trial of the Chicago 7 (2020)
Aaron Sorkins Gerichtsdrama ist ein Meisterwerk des Dialogs. Redmayne spielt Tom Hayden, einen der Angeklagten. Und hier zeigt er, was er kann: Er muss gegen Schauspieler wie Sacha Baron Cohen, Mark Rylance und Jeremy Strong bestehen. Und er tut es. Seine Rede vor Gericht ist eine der besten Szenen des Films. Ich habe sie mir dreimal angesehen. Der Film ist 2026 auf Netflix verfügbar – und wenn ihr ihn noch nicht gesehen habt, tut es jetzt.
The Good Nurse (2022)
Das ist, in meinen Augen, Redmaynes bester Film. Er spielt Charles Cullen, einen Krankenpfleger, der in Wirklichkeit einer der produktivsten Serienmörder der USA war. Redmayne spielt ihn nicht als Monster, sondern als einen gebrochenen, fast sympathischen Mann. Das ist beunruhigend. Ich habe den Film mit einem mulmigen Gefühl verlassen – und das ist genau das, was großes Kino ausmacht. Jessica Chastain ist auch grandios, aber Redmayne stiehlt ihr die Show. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte, und die Recherche, die Redmayne betrieben hat (er traf sich mit Ermittlern, las alle Akten), zahlt sich aus.
The Day of the Jackal (2024)
2024 überraschte Redmayne alle mit einer Serie: Er spielte den Schakal, einen Auftragskiller, in einer Neuverfilmung des Klassikers. Und hier zeigte er eine völlig neue Seite: kalt, berechnend, gefährlich. Ich war skeptisch – Redmayne als Killer? Aber er hat es geschafft. Die Serie wurde ein Hit und zeigte, dass er auch in actiongeladenen Rollen bestehen kann. 2026 ist die zweite Staffel angekündigt, und ich bin gespannt, wohin die Reise geht.
Eddie Redmaynes bester Film 2026
Nach all den Jahren und all den Filmen – was ist sein bester? Ich habe lange darüber nachgedacht. Die Antwort hängt natürlich vom Geschmack ab. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sagen: „The Good Nurse". Warum? Weil dieser Film alles vereint, was Redmayne ausmacht: akribische Vorbereitung, körperliche Verwandlung, emotionale Tiefe und eine moralische Ambiguität, die einen nicht loslässt. Er zeigt, dass Redmayne nicht nur der nette Junge von nebenan ist, sondern ein Schauspieler, der bereit ist, in die dunkelsten Ecken der menschlichen Seele zu schauen.
Aber ich will euch nicht vorschreiben, was ihr sehen sollt. Wenn ihr lieber etwas Leichteres wollt, dann startet mit „Phantastische Tierwesen". Wenn ihr Drama wollt, nehmt „Die Entdeckung der Unendlichkeit". Wenn ihr Redmayne in einer ungewöhnlichen Rolle sehen wollt, dann „Like Someone in Love". Die Wahl ist euer.
Und wenn ihr euch fragt, wie Redmayne das alles schafft – die körperlichen Verwandlungen, die emotionalen Höhenflüge –, dann kann ich nur sagen: Es ist harte Arbeit. Ich habe vor ein paar Jahren einen Artikel über die LG Kassel Vereinsrekorde geschrieben, und da habe ich gelernt, dass Höchstleistungen nie Zufall sind. Sie sind das Ergebnis von Disziplin, Schweiß und dem Willen, immer besser zu werden. Redmayne ist der sportlichste Schauspieler, den ich kenne – nicht im Fitnessstudio, sondern im Kopf.
Eddie Redmayne: Ein Schauspieler, der sich neu erfindet
Redmaynes Karriere ist ein Lehrstück in Sachen Anpassungsfähigkeit. Er hat den Oscar gewonnen, aber er hat sich nicht darauf ausgeruht. Er hat Blockbuster gemacht, aber er hat auch kleine, unabhängige Filme gedreht. Er hat Serienmörder gespielt und liebenswerte Tierflüsterer. Und 2026, mit über 40 Jahren, ist er immer noch auf der Suche nach der nächsten Herausforderung.
Ich habe gelernt, dass man einen Schauspieler nicht nach seinen größten Hits beurteilen sollte, sondern nach seinen kleinsten, intimsten Momenten. Redmayne hat viele davon. Und wenn ihr das nächste Mal einen seiner Filme seht, achtet auf die stillen Szenen – die, in denen er nichts sagt, sondern nur atmet. Da zeigt sich das wahre Talent.
Für alle, die tiefer in die Welt der Höchstleistungen eintauchen wollen, empfehle ich einen Blick auf die LG Kassel Mitgliedschaft – denn auch im Sport geht es um Disziplin und Hingabe, genau wie in Redmaynes Schauspielkunst. Und wenn ihr wissen wollt, wie man den Körper auf Höchstleistungen trimmt, dann lest meinen Beitrag über Ernährungstipps für Leichtathleten – es ist verblüffend, wie ähnlich die Vorbereitung eines Schauspielers und eines Sportlers ist.
Fazit: Lohnt sich die Reise durch seine Filmografie?
Absolut. Eddie Redmayne ist einer der vielseitigsten Schauspieler seiner Generation. Seine Filmografie ist eine Schatzkiste voller Überraschungen, von herzzerreißenden Dramen bis zu leichten Blockbustern. 2026, mit dem Abschluss der „Phantastische Tierwesen"-Reihe und den neuen Projekten, die am Horizont auftauchen, ist der perfekte Zeitpunkt, um seine Werke zu entdecken oder wiederzuentdecken. Fangt mit „The Good Nurse" an, arbeitet euch rückwärts durch seine Karriere – und lasst euch überraschen, wie viele Facetten dieser Mann hat. Legt los – ich wette, ihr werdet nicht enttäuscht sein.
Häufig gestellte Fragen
Welcher Eddie Redmayne Film hat den Oscar gewonnen?
„Die Entdeckung der Unendlichkeit" (2014) gewann den Oscar als bester Hauptdarsteller für Eddie Redmayne. Der Film erzählt die Lebensgeschichte von Stephen Hawking und zeigt Redmaynes beeindruckende körperliche Verwandlung.
Ist Eddie Redmayne in den neuen Harry-Potter-Filmen?
Ja, er spielt Newt Scamander in der „Phantastische Tierwesen"-Reihe, die im selben Universum wie Harry Potter spielt, aber zeitlich früher angesiedelt ist. Die Reihe endete 2026 mit dem vierten Teil.
Welcher Film von Eddie Redmayne ist am gruseligsten?
„The Good Nurse" (2022) ist definitiv der gruseligste, weil er auf einer wahren Geschichte basiert. Redmayne spielt einen Serienmörder, der als Krankenpfleger arbeitet – und das macht den Film so beunruhigend.
Hat Eddie Redmayne in einem Musical mitgespielt?
Ja, er spielte Marius in der Verfilmung von „Les Misérables" (2012) und sang live am Set. Er hat auch in der Theaterproduktion „Red" am Broadway mitgespielt, für die er einen Tony Award gewann.
Welcher Eddie Redmayne Film ist 2026 am meisten unterschätzt?
Definitiv „Like Someone in Love" (2012). Der Film ist ein kleines, leises Meisterwerk, das kaum jemand kennt. Er zeigt Redmayne in einer völlig ungeschützten, verletzlichen Rolle und ist auf MUBI verfügbar.